ZMD geht Fabless: X-FAB übernimmt ZFOUNDRY

ZMD als Fabless-Company mit geplanten 20% Wachstum im Jahr 2007; X-FAB setzt Expansionskurs fort

X-FAB Semiconductor Foundries AG in Erfurt und die Dresdner ZMD AG haben die Übernahme der Waferfertigung von ZMD am Standort Dresden, der ZFOUNDRY (ZMD Analog Mixed Signal Services GmbH & Co. KG), durch X-FAB vereinbart. ZFOUNDRY wird als Tochtergesellschaft der Erfurter X-FAB Semiconductor Foundries AG in die X-FAB-Gruppe integriert. Darüber hinaus beschlossen die beiden Unternehmen eine enge und langfristige Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Waferfertigung. Im Rahmen eines Waferliefervertrages wird X-FAB Hauptlieferant von Foundry-Dienstleistungen für ZMD. Damit gehört ZMD zu den Top-10-Kunden der X-FAB-Gruppe. Finanzielle Details der Transaktion werden nicht veröffentlicht.

Für beide Unternehmen ist dieser Schritt von Vorteil und entspricht dem Trend der Halbleiterindustrie, die Schaltkreisentwicklung und -fertigung zu trennen, um Kostenvorteile und Spezialisierungseffekte zu nutzen. Die ZMD AG agiert zukünftig als Fabless Company und kann sich auf die Entwicklung ihrer innovativen analog/mixed-signal Schaltkreise konzentrieren. Gleichzeitig hat sie über X-FAB weiterhin Zugang zu exzellenten Fertigungskapazitäten und profitiert von der Erfahrung und dem Know-how der X-FAB-Gruppe auf dem Gebiet der Waferfertigung. X-FAB setzt mit der Akquisition der ZFOUNDRY seinen Wachstumskurs erfolgreich fort und erweitert die Gesamtfertigungskapazität um ca. 15% auf knapp 70.000 8-Zoll-äquivalente Waferstarts pro Monat.

ZFOUNDRY ist eine hochmoderne Waferfab für 6-Zoll-Wafer mit einem Technologiespektrum von 0,8 bis 0,35 Mikrometer und ist entsprechend den hohen Anforderungen der Automobilindustrie zertifiziert. Im Jahr 2006 erzielte ZFOUNDRY im Foundry-Segment Umsätze in Höhe von 44,5 Mio. Euro mit rund 350 Mitarbeitern.

Die ZMD AG hat mit dem Verkauf der ZFOUNDRY die strategische Neuausrichtung der letzten fünf Jahre abgeschlossen und konzentriert sich nunmehr auf das Kerngeschäft. Hauptfokus liegt auf analog/mixed-signal Standardprodukten für anspruchsvolle Lösungen der Signalverarbeitung in Sensorsystemen. Diese kommen in der Industrie, im Automobilbereich sowie in der Medizintechnik zum Einsatz. Erweiterungen der Produktpalette sind in Planung. Alle Unternehmensteile, die nicht zum Kerngeschäft gehören, wurden erfolgreich ausgegliedert, zum Teil mit einer weiteren Beteiligung der ZMD AG.

Thilo von Selchow, CEO der ZMD AG, kommentierte die Kooperation wie folgt: „Dies ist der krönende Schritt unserer strategischen Neuausrichtung. Mit X-FAB haben wir den Wunschpartner für ZFOUNDRY gefunden. Nun haben wir Zugriff auf ein wesentlich breiteres Technologieportfolio mit kleineren Strukturbreiten, unmittelbare 8–Zoll-Verfügbarkeit sowie Second-Source-Möglichkeiten. Die örtliche Nähe zwischen Prozess und Chipentwicklung bleibt dabei voll erhalten, und mit Erfurt gibt es unweit von Dresden einen weiteren Standort mit innovativen Technologien. Darüber hinaus ist es für ZMD elementar, dass uns mindestens zehn Jahre Lieferverfügbarkeit der jeweiligen Technologie in Automotive-Qualität garantiert werden. So können wir die Anforderungen unserer anspruchsvollen Kunden bestens erfüllen und unser geplantes Wachstum von 20% im Jahr 2007 bewältigen."

Hans-Jürgen Straub, CEO der X-FAB-Gruppe, erläutert: "Wir freuen uns über diese für beide Seiten vorteilhafte Kooperation und werden ZMD auf dem Weg zur Fabless Company voll unterstützen. Für X-FAB ist es bereits das dritte Projekt, mit dem wir einen unserer Kunden auf dem Weg zur Fabless Company begleiten. Im Rahmen der kontinuierlich hohen Nachfrage nach unseren Technologien und Dienstleistungen sowie aufgrund der Nähe zu Erfurt ist die ZFOUNDRY für X-FAB eine sehr gute Ergänzung."

Einladung zur Telefonkonferenz ZMD und X-FAB laden heute, den 29. März 2007, 13.00 Uhr zu einer Telefonkonferenz mit Thilo von Selchow, CEO von ZMD, und Hans-Jürgen Straub, CEO von X-FAB, ein und freuen sich, Ihre Fragen zu beantworten. Bitte melden Sie sich bei Herrn Dr. Rainer Brändle, edicto GmbH, unter folgender Telefonnummer für die Telefonkonferenz an: +49-69-90 550-550.Sie erhalten dann entsprechende Informationen zur Einwahl in die Konferenz mit Folienpräsentation über das Internet.Sollten Sie zu diesem Termin verhindert sein, können Sie sich die Telefonkonferenz bis einschließlich Freitag, den 30. März 2007 nachträglich anhören. Auch hierfür erhalten Sie bei Herrn Dr. Rainer Brändle entsprechende Informationen.