X-FAB erzielt zweistelliges Umsatzwachstum im Jahr 2013

Erfurt, Germany, März 5, 2014.

Strategische Ausrichtung des Produktangebots und der Managementstruktur als Grundlage für zukünftiges Wachstum

Die analog/mixed-signal Foundrygruppe X-FAB Silicon Foundries hat im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz in Höhe von 290 Mio. US-Dollar und damit einen Zuwachs von 12 Prozent zum Vorjahr (259 Mio. US-Dollar) erzielt. Der Umsatz für Entwicklungsleistungen als Indikator für zukünftiges Wachstum hat sich in den letzten vier Jahren um durchschnittlich 17 Prozent jährlich erhöht. Die Auftragseingänge des vergangenen Jahres betrugen 320 Mio. US-Dollar, was einer Steigerung um ca. 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Book-to-Bill-Rate lag 2013 bei 1,1. Das operative Ergebnis (EBIT) belief sich 2013 auf -16 Mio. US-Dollar und lag damit 36 Mio. US-Dollar höher als im Vorjahr. Der Gewinn vor Steuern (EBT) betrug 18 Mio. US-Dollar. Der Wachstumskurs konnte im aktuellen Geschäftsjahr weiter fortgesetzt werden. Für das erste Quartal 2014 rechnet X-FAB mit einer Umsatzsteigerung von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Neben der Bekanntgabe der Finanzzahlen teilte X-FAB auch mit, dass Rudi De Winter ab Juni 2014 als alleiniger CEO die X-FAB-Gruppe führen wird. Dieser seit langem geplante Schritt wurde durch beide CEOs in den letzten drei Jahren vorbereitet. Hans-Jürgen Straub, der seit der Gründung von X-FAB vor 22 Jahren als CEO fungiert, wird auch zukünftig im Board of Directors der X-FAB Silicon Foundries SE vertreten sein.

In den letzten Jahren hat X-FAB sein Produktangebot und seine Kompetenzen erfolgreich auf die Erfordernisse des Marktes und die Wünsche seiner Kunden ausgerichtet. X-FAB ist damit heute in drei zentralen Geschäftsfeldern tätig:

• More than Moore. X-FAB bleibt eine der führenden Foundries im Bereich „More than Moore“ und bietet seinen Kunden ein breites Spektrum von analog/mixed-signal Technologien begleitet von einem ausgezeichneten Support an. Die Angebote in diesem Bereich richten sich vornehmlich an den Automobilmarkt und den industriellen Sektor.

• MEMS. X-FAB ist heute eine führende MEMS-Foundry mit stetig wachsendem Umsatz in diesem Bereich. Der MEMS-Umsatz der X-FAB-Gruppe verzeichnete 2013 im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von ca. 50 Prozent. Die Kunden profitieren von der mehr als 20-jährigen Erfahrung von X-FAB und haben dabei Zugang zum Know-how zweier spezieller MEMS-Fabs in Erfurt und Itzehoe. Diese Fabs bieten ein breites Spektrum von MEMS-Technologien für die Volumenfertigung an. Die MEMS-Kunden profitieren zudem bei der Integration von MEMS und CMOS auf einem einzelnen Chip vom direkten Zugang zu den CMOS-Fabs von X-FAB. Im MEMS-Geschäft rechnet X-FAB mit anhaltendem Wachstum; das Unternehmen baut zurzeit seine Kapazitäten im Bereich MEMS-Fertigung aus.

• Outsourcing-Partner. X-FAB ist ein etablierter Partner für eine Reihe unterschiedlicher Outsourcing-Szenarien. In den letzten Jahren hat X-FAB zunehmend Anfragen von Kunden verzeichnet, die auf der Suche nach externen Kapazitäten zur Entlastung eigener Fabriken waren oder nach der Schließung einer Fab eine alternative Lösung benötigten. Bis heute hat X-FAB mehr als 60 Prozesstransfers durchgeführt, darunter auch Spezialtechnologien wie bei einem Projekt zur Herstellung von Lithiumbatterien auf Siliziumwafern.

Zwei Veränderungen in der Organisationsstruktur von X-FAB unterstützen die strategische Ausrichtung und Positionierung für zukünftiges Wachstum. X-FAB hat den Geschäftsbereich MEMS gegründet und ein spezielles Outsourcing-Team etabliert.

„Ich bin der festen Überzeugung, dass dies der beste Zeitpunkt für einen Wechsel ist“, sagte Hans-Jürgen Straub, Co-CEO der X-FAB-Gruppe. „X-FAB steht heute gut da und die strategische Neuausrichtung ist abgeschlossen. Ich freue mich auf das zukünftige Wachstum des Unternehmens und bin sicher, dass X-FAB weiter eine zentrale Rolle spielt, um die europäische Halbleiterindustrie zu einem Zentrum für anspruchsvolle ‚More than Moore‘-Technologien zu machen.“

Rudi De Winter, ebenfalls CEO der X-FAB-Gruppe, ergänzte: „Ich möchte Hans-Jürgen Straub für sein Engagement für X-FAB danken, besonders bei der Entwicklung des Unternehmens zu einem angesehenen weltweiten Player in der Halbleiterindustrie. Ich freue mich sehr darauf, unser breites Angebot an ‚More than Moore‘-Technologien gemeinsam mit den Kunden und Mitarbeitern von X-FAB weiterzuentwickeln und das erfolgreiche Foundrygeschäft weiter auszubauen.“

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Über X-FAB
Die X-FAB-Gruppe ist die führende analog/mixed-signal Foundry und fertigt im Kundenauftrag Siliziumwafer für analog-digitale integrierte Schaltkreise (mixed-signal ICs). Das Unternehmen verfügt über Waferfabriken in Erfurt, Dresden und Itzehoe (Deutschland), Lubbock (Texas, US) und Kuching (Sarawak, Malaysia) und beschäftigt rund 2.400 Mitarbeiter weltweit. Die Wafer werden auf der Grundlage hochmoderner modularer CMOS- und BiCMOS-Prozesse und MEMS-Prozesse in Technologien von 1,0 bis 0,13 Mikrometern gefertigt. Hauptanwendungsgebiete sind der Automobil-, Kommunikations-, Konsumgüter- und Industriebereich. Weitere Informationen unter www.xfab.com.

Abkürzungen
BiCMOS         Bi-polar complementary metal oxide semiconductor
CEO              Chief Executive Officer
CMOS           Complementary metal oxide semiconductor
MEMS           Microelectromechanical systems
NRE              Non-recurring engineering